„Schönheit durch Konfusion, Wahrheit durch Kollision“
* 1962
Daniel Richter wurde am 18 . Dezember 1962 in Eutin geboren. Er studierte erst mit 29 von 1991 – 1995 an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg bei Professor Werner Büttner. Seine Jugend verbrachte er in der linksautonomen Szene an der Hamburger Hafenstrasse.
Daniel Richter gestaltet u.a. Plattencover für das Hamburger Plattenlabel „Bubaneck“, wo er mittlerweile selbst der Geschäftsführer ist. Bis zum Jahr 2000 gehen aus ihm ausschließlich abstrakte Malereien hervor. 2004 – 2006 arbeitet er als Professor für Malerei an der Hochschule der Künste in Berlin.
In seinen früheren Werken setzt er sich mit der Problemstellung der Malerei auseinander. Dabei hat er einen Hang zu Großformaten, bunten Farbanwendungen und spachtelartigen Verkrustungen.
Die Bilder, die Richter entwirft entziehen sich dem rationalen Verständnis, dem Logischen. Seine Figuren oder auch Wesen bewegen sich in einer Stadt oder einem Wald. Dies lässt sich jedoch nicht genau definieren. Vielmehr möchte Richter den Betrachter einem Frontalerlebnis aussetzen, welchem der sich nicht entziehen kann. So auch in seiner Düsseldorfer Ausstellung, wo Richter seine übergroßen Leinwände so aufgestellt hat, dass sie den Betrachter umzingeln und dieser sich nicht entziehen kann.Seine Bilder sind die Reflektion aus dem Zustand der paranoiden Welt, kein einfacher Realismus.
„Ich finde die Wirklichkeit komplex, interessant und beunruhigend. Träume, Phantasien dagegen sind uninteressant. Ich interessiere mich nicht für Harmonie, das schöne Bild oder die ausgewogene Komposition.“
Daniel Richter ist neben dem Leipziger Neo Rauch wohl einer der bedeutendsten deutschen Künstler. Dabei kümmert er sich bei seinen Ausstellungen um alles selbst und packt gerne mit an.Obwohl er mit seiner Frau und seinem Sohn in Hamburg lebt, arbeitet er in seinem Atelier in Berlin. Eine halbverfallene Halle mitten in der Stadt.Die Trennung von Leben und Arbeit haben für ihn in erster Linie praktische Gründe:
„Wenn ich den Haushalt um die Ecke habe, dann denke ich auch immer an den Haushalt . Da habe ich so eine Hausfrauenmacke.“
Im Frühjahr 2006 stellte er gemeinsam mit Jonathan Meese, einem weiteren bedeutenden deutschen Künstler unter dem Titel „Die Peitsche der Erinnerung“ einige Werke im Kunsthaus Stade aus. Richters Bilder können bis zu einer halben Million wert sein.





