Jean-Michel Basquiat - Neo-Expressionismus
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Jean-Michel Basquiat

"I want to be a star not a gallery mascot."

1960-1988 | Neo-Expressionismus

Geboren am 22. Dezember 1960 in Brooklyn, New York (USA), als Sohn einer Puerto Ricanerin und eines Haitianers.
Basquiat beginnt seine künstlerische Laufbahn als Sprayer in einer rechtlichen Grauzone. Zusammen mit Freunden sprüht er Graffitis und kryptische Aphorismen an U-Bahnwagen und Wände in Manhattan und signiert sie mit dem Namen SAMO© (Same Old Shit).

1978 zieht er von Zuhause aus und bricht die Schule ein Jahr vor dem Abitur ab.
Er lebt vom Verkauf handbemalter Postkarten und T-Shirts und hält sich so finanziell über Wasser.

Im Juni 1980 werden einige seiner Bilder zum ersten Mal im Rahmen einer Ausstellung neben Künstlern wie Jenny Holzer, Robin Winters oder David Hammons einem kleinen Publikum präsentiert.

1981 veröffentlicht Rene Ricard im Artforum den ersten großen Leitartikel über Basquiat. Er trägt den Titel: "The Radiant Child".

1983 wird zu einem wichtigen Jahr für den noch jungen Künstler. Die Galerie von Nosei und Gagosian präsentieren Werke von Basquiat in einer Einzelausstellung. Und 1983 trifft er auch zum ersten Mal auf Andy Warhol. Die daraus entstehende Freundschaft wird bis heute kritisch betrachtet, da sie von Beginn an unter dem Verdacht der Patronisierung afroamerikanischer Kunst steht.

Trotz oder gerade aufgrund seines plötzlichen Erfolgs verfällt Basquiat um 1984 seinem zunehmend exzessiven Drogenkonsum. Ständig verfolgt von der Angst, Neider oder Kunsthändler könnten Bilder aus seinem Apartment bzw. Studio stehlen, nimmt sein Verhalten zeitweise paranoide Züge an.

1985 wird Basquiat endgültig zum Medienstar und Liebling der Zeitungen. Sein Gesicht erscheint auf dem Titelblatt des The New York Times Magazine passend zu der Schlagzeile "New Art, New Money: The Making of an American Artist."

1986 eröffnet die erste Ausstellung seiner Bilder in Afrika (Abidjan, Elfenbeinküste). Im gleichen Jahr lädt ihn die Kestner-Gesellschaft aus Hannover ein, um seine Werke als jüngster Künstler jemals dem deutschen Publikum zu präsentieren.

1988 ist Basquiat auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Galerien in Paris und New York buhlen um seine Gunst, Kritiker aus aller Welt loben seine Bilder als Kunst in der Tradition einer afro-atlantischen Kulturgeschichte.
Um sich von seiner Drogensucht zu befreien, kehrt Basquiat im gleichen Jahr New York den Rücken zu und geht nach Hawaii.

Im Juni 1988 kehrt er mit der Behauptung, den Entzug geschafft zu haben, zurück.
Am 12. August stirbt Jean-Michel Basquiat im Alter von nur 27 Jahren an einer Überdosis.

Kritiker Jeffrey Deitch beschreibt Basquiats Kunst wie folgt:

"Seine große Stärke besteht aus seiner Fähigkeit Eindrücke vom Leben auf den Straßen New Yorks mit visuellen Elementen der unterschiedlichsten Medienformaten (Zeitschriften, Fernsehen), sowie mit seinem kulturellen Erbe Haitis zu verschmelzen. Dabei rührt die Kraft seiner Bilder von einem nahezu intuitiven Verständnis der Sprache moderner Kunst her."



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Jean-Michel Basciat

Foto: Roland Hagenberg


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