Philippe Starck - *1949 | Designer
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Philippe Starck

"Design an sich ist nutzlos."

*1949 | Designer

Am 18. Januar 1949 erblickt der kleine Philippe als Sohn von André Starck und Jacqueline Lanourisse in Paris das Licht der Welt. Obwohl er noch sehr jung war, fing er an, am Zeichentisch seines Vaters, der selbst technischer Zeichner für Flugzeuge war, zu schneiden, zu kleben und zu sägen. Am schnellsten verging ihm die Zeit, wenn er Dinge auseinander nehmen und wieder neu zusammensetzen konnte.

Er habe nur zwei Laster, sagt der erwachsene Philippe Starck von sich selbst: Er sei arbeitssüchtig und trinke nur Champagner – und davon zuviel.
Vielleicht sind Selbstbewusstsein und Selbstironie Bedingung einer Karriere wie der seinen, vielleicht aber auch ein Effekt?
Starcks ausgeprägtes Händchen für ungewöhnliches Design wird nur von einem übertroffen: seiner Fähigkeit, sich selbst und seine Stücke zu produzieren und zu vermarkten.

Nachdem er Mitte der 60er Jahre die Ecole Nissim de Camondo in Paris besuchte, gründete er schon 1968 seine erste Firma, die sich auf aufblasbare Objekte, genauer: aufblasbare Häuser, spezialisieren sollte. Nur zwei Jahre später stellt der Designer Pierre Cardin Starck als Art Director ein.
Vier Jahre blieb er bei Cardin.
Nachdem er diesen Job jedoch aufgab, um zwei Jahre lang durch die gesamte Welt zu reisen, begann Starck, nach Frankreich zurückgekehrt, Restaurants, Diskotheken und Boutiquen auszustatten. Diese frühe Phase wurde gekrönt von dem Auftrag Mitterands, die Innenräume des Elysée Palace zu gestalten.
Das von ihm 1984 eingerichtete „Cafe Costes“ in Paris gelangte zu dieser Zeit zu weltweitem Ruhm.

Aufträge aus New York, Los Angeles und Tokyo folgen. Starcks Produktpalette reicht von Stühlen über Klobürsten bis zu Zitronenpressen. Er entwarf Lichtdesign, Büromöbel und Accessoires. Er gestaltet ausgefallene Reihen für Alessi, das italienische Label für Küchen- und Gebrauchsobjekte.
Zahlreiche bekannte Museen, zum Beispiel in Paris, Rom oder London, stellen seine Werke aus.

Im Gegensatz zu anderen zeitgenössischen Künstlern der Architektur oder der bildenden Kunst benutzt Starck für seine Objekte gerne Materialien des alltäglichen Gebrauchs und verzichtet auf teure Baustoffe, wenn es auch anders geht. Seine Werke sind viel eher pragmatisch als abstrakt-entrückt. Seine Formgebung umgeht auf raffinierte Art das, was für unseren Alltag selbstverständlich ist. Seine Neigung für Gebrauchsobjekte lässt ihn weiterhin an seiner Umwelt arbeiten.

Im 2004 veröffentlicht der Sportschuhhersteller PUMA eine von Starck entworfene Reihe Turnschuhe.



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